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Verspannungen, Verletzungen: mögliche Ursachen

 

Um besser vorbeugen zu können, sollte man sich über folgenden möglichen Ursachen bewusst sein:

 

Trauma

Verspannungen (Verletzungen) des Bewegungsapparates treten oft als Sekundärverletzungen nach Unfällen auf (Festliegen, Herumtoben auf der Weide, Kampf eines nervösen Pferdes gegen den Reiter, Schwierigkeiten beim Verladen usw.), die jedoch nicht erkannt werden. Diese Verletzungen fallen nicht unbedingt sofort auf, treten aber mir der Zeit immer deutlicher hervor. Durch weitere Belastung des Pferdes werden diese Verspannungen mit der Zeit verstärkt (die Anzahl der verkürzten Muskelfasern nimmt mit der Zeit zu).

 

Gebäude und Interieur

Ist die abverlangte Leistung dem Pferd gerecht? Typ, Charakter und Temperament spielen hier eine bedeutende Rolle.
 

Zähne

Schiefstände haben nicht nur Auswirkungen auf der Halswirbelsäule sondern auch auf Brustwirbel, Lendenwirbel und Beckenbereich.
 

Beschlag

Bei einem schlechten beziehungsweise ungleichmäßigen Auffussen kann es zu einer biomechanischen Disbalance in den Gliedmaßen kommen. Das führt zu ungünstigen Druckverhältnissse in den Gelenken, was wiederum durch Muskelverspannungen angezeigt wird.

Die Folgen dessen sind zum Beispiel Überbelastung und/oder bleibende Schäden am Bewegungsapparat.
 

Ausrüstung

Ein weiterer Grund für Verletzungen und Verspannungen kann oft eine falsche beziehungsweise unpassende Ausrüstung sein, z.B.

  • nicht passender Sattel
  • zu enge Reithalfter (Kompression im Genick)
  • nicht passende Gamaschen (Sehnenscheidenentzündungen)
  • zu schmale und unelastische Sattelgurte, Geschirr
  • Vorgurte, die den Knorpel auf dem Schulterblatt komprimieren (Knorpelrisse, Muskelverspannungen, Quetschungen)
  • Falsche Gebisse

 

Einseitige Belastung

Einseitige Belastungen werden durch abwechslungsarmes Arbeiten, wie zum Beispiel kontinuierlich gleiche Dressurübungen, permanentes einseitiges Galoppieren, übertriebenes anaerobes Training, hervorgerufen. Auch das ständige Arbeiten auf dem gleichen Untergrund kann zu einseitiger Belastung führen.

Vielseitige und ausgewogene Übungen dagegen führen zu einer gleichmäßigen, positiven Belastung aller Strukturen des Bewegungsapparates und fördern den gleichmäßigen Muskelaufbau.

 

Stallhaltung

In der Natur sind Pferde immer in Bewegung. Dadurch halten sie ihren Bewegungsapparat intakt und geschmeidig. Durch die Bewegung wird ständig neue Gelenkschmiere produziert, der Stoffwechsel wird angeregt und die Muskulatur wird gedehnt und gefordert.

Durch Stallhaltung, die für manche Pferde bis zu 23 Stunden Boxaufenthalt am Tag bedeutet, verlieren Pferde ihre natürliche Beweglichkeit.

 

Training: Aufwärm- / Abkühlphase

Ist die Boxenhaltung jedoch nicht zu vermeiden, sollten Pferdehalter/Trainer/Reiter genügend Zeit investieren, um den Bewegungsapparat auf die Arbeit vorzubereiten. Vom Pferd wird oft zu viel verlangt, wenn es sich innerhalb einer Stunde aufwärmen, neue Lektionen erlernen (bzw. Best-Zeiten trainieren) und sich wieder abkühlen soll. In dieser kurzen Zeit wird der Bewegungsapparat zu schnell und zu stark beansprucht.
 

Die Reiterin / Der Reiter

Die Ursachen für die meisten Probleme, die beim Reiten/Trainieren entstehen, sollten nicht immer beim Pferd gesucht werden. Häufig ist der Reiter ebenso - vorüberwiegend unbewusst - dafür verantwortlich. Durch einen inkompetenten und/oder unbalancierten Reiter, durch zu hohe Zielsetzungen und zu schnelle Fortschritte, wird die natürliche Bewegung und Entwicklung des Pferdes gehemmt und es entsteht eine Überbelastung des gesamten Bewegungsapparates.

 

Somit sind die stetige Aus- und Weiterbildung des Reiters für den nachhaltigen Erfolg der E.S.M.T-Behandlung unumgänglich!


Vor Allem seinem Sport- und Freizeitpartner zu Liebe!
(FN / Ethische Grundsätze)

 

Karikatur Pferd

 
 
 
 

 

© Annemie Dejonckheere

"Weberhof"     Aschbach 17     D-83620 Feldkirchen-Westerham

http://www.fokus-pferd-reiter.de

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